31.05.2026
Logistik-Tetris am vergangenen Wochenende
11 Sportlerinnen, drei parallel laufende Radrennen, krankheitsbedingte Ausfälle ... da verliert man schnell den Überblick. Am Ende hat aber alles funktioniert, obwohl die zu organisierenden und ständig rotierenden Steinchen zeitweise schon die Oberkante erreicht hatten.
Lena hatte bereits vor geraumer Zeit ihren Start beim Pfingstpreis in Forst angefragt und dafür die Freigabe vom Team erhalten. Als amtierende Europameisterin gewann sie gemeinsam mit ihrem Schrittmacher Marcel Möbus das Dernyrennen vor den beiden Niederländerinnen Maaike Brandwagt und Nienke Dullemond. Allerdings wurde ihr der Sieg nicht leicht gemacht. Erst durch ihren Erfolg im zweiten Lauf konnte Lena das Rennen und damit auch die Gesamtwertung für sich entscheiden.
Der Großteil des Teams startete zeitgleich in den Niederlanden und Belgien bei drei Eintagesklassikern. Zusätzlich wollten wir als Team das Bundesligarennen in Karbach mit vier Fahrerinnen besetzen, um unsere guten Platzierungen in der Nachwuchs- und Mannschaftswertung zu verteidigen. Die Rechnung war allerdings knifflig: 11 Fahrerinnen minus Lena, minus vier Bundesliga-Starterinnen, minus zwei krankheitsbedingte Ausfälle ergeben rechnerisch nur vier Fahrerinnen für Holland und Belgien. Da bei einem Rennen jedoch eine Mindeststarterzahl von fünf Fahrerinnen vorgeschrieben war, wurde gerechnet, umgeplant und viel Auto gefahren. Am Ende konnten alle Rennen besetzt werden – auch wenn sich dafür die angeschlagene Seàna an den Start der Bundesliga stellen musste, um anschließend direkt wieder auszusteigen. So blieb das Team jedoch im Rennen.
Neben Seàna gingen in Karbach auch Leni Bauer, Laura Nollau und Jette Simon an den Start. Aufgrund der kleinen und jungen Mannschaft lautete die Devise, mit Bedacht zu fahren und Leni sowie Laura möglichst optimal für das Finale zu positionieren. Das gelang zunächst gut, bis ein Sturz in der Zielanfahrt die LKT-Mädels ausbremste. Am Ende belegten Leni Platz 17, Jette Platz 19 und Laura Platz 27. Unter dem Strich bedeutete das zwar keine Verbesserung in der Nachwuchs- oder Mannschaftswertung der Bundesliga, aber auch keine nennenswerte Verschlechterung. Leni liegt weiterhin auf Rang 2, Laura auf Rang 4 und Jette ebenfalls weit vorne in der Nachwuchswertung. In der Teamwertung belegen wir weiterhin einen starken zweiten Platz.
Hart, staubig und schnell ging es in Veenendaal und Antwerpen zur Sache. In Holland und Belgien gibt es keine leichten Radrennen – nicht umsonst heißt es dort: „Hier werden Rennfahrer gemacht." Es ging durch zahlreiche Kurven und über viele Pavés. Mira Winkelhag und Clara Jäger kamen mit den Bedingungen am besten zurecht und konnten sich bei allen drei Rennen im ersten größeren Feld behaupten. Die anderen Mädels mussten früher oder später abreißen lassen, sammelten jedoch von Rennen zu Rennen mehr wertvolle Kilometer. Besonders erfreulich wurde es beim letzten Rennen, dem GP Mazda Schelkens. Dort fuhr Jette Jäger als Solistin einen Vorsprung von bis zu einer Minute heraus und setzte damit ein starkes Zeichen – für sich selbst und für das LKT-Team.
Auch die kommende Woche ist wieder pickepacke voll. Vier Mädels reisen direkt vom Nationalmannschaftslehrgang in Frankfurt (Oder) am Mittwoch nach Stuttgart und von dort weiter nach Belgien.
... die Steinchen werden wieder passend sortiert!















